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Wie genau funktioniert eigentlich Sternenfotografie? Was sind die Besten Voraussetzungen? Welches Equipment benötige ich?

Der Sternenhimmel hat auf viele Menschen eine besondere Wirkung. Gerade deshalb ist es so reizvoll, selbst ein gelungenes Foto der nächtlichen Szenerie zu schießen. Dieser Artikel gibt Dir einen Überblick über die wichtigsten Parameter der Sternenfotografie. Selbst als vollkommener Fotografie-Neuling weißt Du nach diesem Artikel auf was es ankommt, und kannst mit Deiner Kamera direkt am nächsten Wochenende loslegen.

Lichtverschmutzung und das perfekte Motiv

Lichtverschmutzung durch starke Lichtquellen wie Städte spielt eine große Rolle bei der Sternenfotografie. Achte darauf, Dein Motiv so weit weg wie möglich von fremden Lichtquellen zu wählen. Außerdem solltest Du im Vorfeld den Wetterbericht prüfen. Ein heller Mond oder ein wolkenverhangener Himmel machen ein gutes Sternenfoto nahezu unmöglich. Ein häufig gewähltes Motiv der Sternenfotografie ist die Milchstraße. Diese ist allerdings in Deutschland nur etwa von März bis Oktober sichtbar. Deshalb bietet es sich zum Einstieg an, zunächst ein markantes Motiv mit dem Sternenhimmel im Hintergrund zu wählen. Zum Beispiel einen einzelnstehenden Baum auf einer Hügelkuppe oder Berge.

Sternenfotografie – Diese Ausrüstung brauchst Du

Die wichtigste Voraussetzung für die Sternenfotografie ist eine entsprechende Kamera mit einem passenden Objektiv. Je größer der Sensor ist, desto besser kann die Kamera das geringe Licht bei Nacht einfangen. Achte beim Kameraobjektiv unbedingt darauf, dass Du eins mit größtmöglicher Blendenöffnung wählst. Damit die Kamera während Deiner Langzeitbelichtung stillsteht und nicht verwackelt, benötigst Du zusätzlich ein Stativ. Denke daran, dass Du im Dunkeln unterwegs bist. Eine zusätzliche Taschenlampe kann deshalb nicht schaden.

Kameraeinstellungen für Sternenfotografie

Blende ISO-Wert Belichtungszeit Brennweite des Objektivs
f2.8 3200 15 Sekunden 28mm
Beispielwerte für eine Kamera mit Vollformat-Sensor und einem Objektiv mit 28mm Brennweite

Die optimalen Einstellungen für Dein Sternenfoto variieren mit Deiner Ausrüstung. Die folgenden Richtwerte geben Dir jedoch eine solide Grundlage. Anschließend kannst Du durch Ausprobieren Deine perfekten Kamerawerte herausfinden. Stelle im manuellen Modus Deiner Kamera die Belichtungszeit auf 15 bis 25 Sekunden. Beachte, dass bei zu langer Belichtungszeit die Sterne aufgrund der Erdrotation verschwimmen. Die Blendenöffnung sollte die größtmögliche, also die kleinste Zahl sein. Anschließend solltest Du den ISO-Wert Deiner Kamera erhöhen. Ein zu hoher ISO-Wert mindert allerdings die Bildqualität. Probiere Dich hier ein wenig aus. Ein guter Startwert ist 3200. Stelle den Weißabgleich Deiner Kamera auf Kunstlicht. Auch hier lohnt sich eine Feinjustierung nach den ersten Fotografien. Außerdem solltest Du einen Timer für den Auslöser einstellen, um ein Kamerawackeln beim Drücken des Auslösers zu vermeiden. Der richtige Fokuspunkt ist die letzte Herausforderung. Versuche einen hellen Stern zu fokussieren oder leuchte mit der Taschenlampe in den Himmel.

Sternenfotografie mit dem Smartphone

Ist eine vollständige Kameraausrüstung heutzutage noch notwendig? Kann ich Sternenfotos mit dem Smartphone schießen? Die Kameras in den Smartphones haben sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Viele Handy-Kameras bieten Funktionen wie einen manuellen Modus mit Langzeitbelichtungen an. Außerdem gibt es einige Apps, die passende Einstellungen für die Smartphones bereitstellen. Um nicht zu verwackeln, ist auch hier ein stabiles Stativ für das Handy notwendig. Letztendlich ist jedoch der Sensor in einer Smartphone Kamera deutlich kleiner als beispielsweise bei einer spiegellosen oder Spiegelreflex-Kamera mit APSC oder Vollformat-Sensor. So lassen sich durchaus vorzeigbare Ergebnisse von Sternenfotos mit dem Smartphone erzielen. Sie reichen jedoch meist nicht an die Bilder mit einer vollwertigen Kameraausrüstung heran.


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