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Ist ein Roboter, der einen Menschen operiert, noch Science-Fiction oder schon Realität? In unserem Podcast “ROBOSAPIENS” erhaltet ihr Einblicke in den aktuellen Entwicklungsstand der Robotik am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt.

Entdecke die faszinierende Welt der Robotik! In unserem Podcast tauchen wir in die spannende Forschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ein. Im Rahmen eines Studienprojekts haben sich Studierende des Masterstudiengangs „Forschungs-, Innovations- und Technologiekommunikation“ mit den Informatikerinnen Marie Harder und Katharina Hagmann und den Informatikern Adrian Bauer und Ferdinand Elhardt am Institut für Robotik und Mechatronik des DLR, getroffen. Dort erfuhren sie mehr über die hochkomplexen Technologien der humanoiden Roboter und welche Rolle sie in unserer Zukunft spielen könnten. Der Podcast erzählt von den Robotern DAVID, CAESAR und Rollin’ Justin, die schon bald nicht nur menschliche Aufgaben, sondern auch Weltraummissionen übernehmen könnten. 

Hier könnt ihr den Podcast ROBOSAPIENS anhören.

Der Forschungsroboter Rollin’ Justin

Der humanoide Roboter Rollin‘ Justin dient als Forschungsobjekt für eine reibungslose Interaktion zwischen Robotern und Menschen. Gerade in der Pflege spielt das eine entscheidende Rolle, um die Sicherheit der Patienten zu gewährleisten. Aber nicht nur auf der Erde und für das Zusammenspiel mit Menschen sind die Forschungsergebnisse am Rollin’ Justin wichtig. Auch im All werden die Erkenntnisse bald ihre Anwendung in der Interaktion zwischen Robotern finden und beispielsweise auf die Greifer von Roboterarmen für den Weltraum übertragen werden.

Weltraumschrott reduzieren mit dem Roboterarm CAESAR

CAESAR ist ein Roboterarm, der in Zukunft Aufgaben im All übernehmen könnte. Bereits heute schweben 5.000-6.000 Satelliten im Erdorbit. Sind diese defekt, müssen sie aktuell noch von einem Astronauten repariert werden, damit kein Weltraummüll entsteht. Das ist allerdings sehr gefährlich, aufwändig und teuer. Darum werden Satelliten oftmals nicht repariert und somit zu Weltraumschrott. Das Problem dabei: Defekte Satelliten, die ihre Umlaufbahn verlassen, zerstören andere Satelliten und erzeugen damit noch mehr Müll im Weltall.  Mit CAESAR könnte sich das bald ändern. Der Roboter wird in der Lage sein, defekte Satelliten anzusteuern, zu greifen und zu reparieren.

Der humanoide Roboter DAVID

Dass der Roboter den Satelliten richtig greift, ist entscheidend für den Missionserfolg. Gerade bei der Arbeit mit Menschen ist ein präziser Umgang extrem wichtig. Bei dem humanoiden Roboter DAVID wird daran geforscht, den Fähigkeiten des Menschen im Hinblick auf Dynamik, Geschicklichkeit und Robustheit näher zu kommen. Dabei ermöglicht die hochentwickelte Regelungstechnik eine sichere Interaktion zwischen Mensch und Roboter und eröffnet somit speziell für den Pflegesektor neue Wege. 

Die Zukunft der Chirurgie: der Medizinroboter

Die Forschung findet aber auch im Medizinsektor neue Anwendungsbereiche. So könnten bereits jetzt einzelne kleinere chirurgische Eingriffe aus der Distanz durchgeführt werden. Heute schon ist vorstellbar, dass in Zukunft ein Roboter autonom Operationen an einem Patienten durchführen könnte. Bis es soweit ist, stehen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aber noch vor einigen Herausforderungen. Grundsätzlich müssen sich Wissenschaft und Gesellschaft die Frage stellen, inwiefern ein Roboter am OP-Tisch ethisch vertretbar ist.